Yoga-Begegnungsstätte

Gruppen- und Einzelunterricht

Rücksprache/Informationen zu allen Gruppen- und Einzelunterrichten bei Angela Demuth
Tel. 06568-7506 oder eMail de@Yoga-Begegnungsstaette.de

Gruppenunterricht: 40 € / Monat
Einzelunterricht: 30 € / Stunde

  • Dienstag
  • Mittwoch
  • Donnerstag

10.30–12.00 Uhr
18.00–19.00 Uhr

54636 Ingendorf, Im Unterdorf 17
Anmeldung bei Angela Demuth
Tel. 06568-7506
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18.30–20.00 Uhr

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10.15–11.45 Uhr
19.00–20.00 Uhr

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16.30–17.00 Uhr
19.00–21.00 Uhr

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Yoga-Praxis
im kurzen Überblick

Praxis durch Yoga ist eine wunderbare Unterstützung, die Aktivität des Bewusstseins in Zusammenhang mit Körper | Atem (Organe) | Geist durch die Praxis von Asana | Pranayama | Meditation zu verstehen. Alle drei Bereiche werden im Yoga angesprochen. Darüber hinaus hat Yoga auch eine Botschaft für den spirituell suchenden Geist, indem der tiefere Lebensgrund im alltäglichen Leben erforscht wird.
Weiterhin können Asana (Statische Körperhaltungen), die in ihrer Essenz Stabilität des Geistes ausmachen, eine Transzendenz des menschlichen Bewusstseins herbeiführen, wenn die Praxis geistorientiert mit ununterbrochener innerlicher Wachsamkeit ausgeführt wird und von einem erfahrenen kompetenten Lehrer unterrichtet wird.

„SEHEN, WAS IST“
Die Kraft des reinen, unbewegten Bewusstseins ruht in seiner eigenen reinen Natur, während Körper und Gedankengut mühelos und in Leichtigkeit spontan funktionieren können. Der Yogaunterricht findet in der lebendigen Tradition von Yoga-Darshan statt, einer Tradition, die sich ständig im Wandel befindet und weiterentwickelt, ohne in ihrer Essenz und Zielrichtung zu verlieren, die auf der Grundlage yogischer Prinzipien beruht.


„Dieses möge man unter dem Namen Yoga (yoga-samjnitam) erkennen, die Loslösung aus der Verbundenheit mit dem Leiden (duhkha-samyoga-viyogam). Mit Entschlossenheit, sich nicht entmutigen lassen und durch Klarheit in der Zielsetzung übe man diesen Yoga.“
Bhagavadgita, Shloka VI,23

Behandlung von Stress
durch Yoga-Praxis

Stress ist ein Teil unseres Lebens. In Stresssituationen beginnen die körpereigenen Ver­tei­digungs­mecha­nismen, das Leben durch die Stimulation des Sympathischen Nervensystems zu schützen: Es wird mehr Adrenalin produziert, der Blutdruck steigt, der Herzschlag wird schneller, die Atmung wird schneller und flach, der Blutzuckerspiegel steigt, und auch die Muskelspannung steigt (Vorbereitung zum Handeln). Sobald „die Gefahr/der Angriff“ beseitigt ist, übernimmt das Para­sympa­thische Nerven­system die Arbeit und der Körper spannt ab – der Blutdruck sinkt, Herzschlag und Atmung beruhigen sich usw.
Es gibt hauptsächlich zwei Typen von Stress – guten Stress (Eustress) und schlechten Stress (Dis­stress). Eustress arbeitet in Form von Motivation und ist nötig, um Handlungen zu beginnen, während schlechter Stress die Handlungen verdirbt und in weitere Aktionen verwandelt. Der gute Stresskörper produziert die gleichen che­mi­schen Reaktionen, nur in ausgeglichenerer Weise, so dass das Resultat gut ist, während der schlechte Stresskörper die chemischen Reaktionen in unausgeglichener Weise produziert, so dass das Resultat schlecht ist. Die Körperreaktionen (psycho­physio­logisch­somatisch) können durch die Praxis im Yoga ver­stan­den und reguliert werden. Verschiedene Yogatechniken haben die Möglichkeit, auf der Körper-Organ-Geist-Ebene zur gleichen Zeit zu wirken.
Während des Stresses ist der Körper sozusagen auf dem Sprung. Er ist bereit zu kämpfen, so dass sehr viel Spannung auf der Wirbelsäule ist. Er ist bereit, die Nackenmuskulatur anzu­spannen, die Schultern hoch zu ziehen, die Waden­muskulatur zu verhärten. Um frei von Stress zu werden, müssen die Spannungen in all diesen Bereichen abgebaut werden. Die Praxis der Asana kann diese Spannnungen entfernen und ein Gefühl des Wohlbefindens hervorrufen, wenn man sie ernsthaft übt und anwendet. Asana, eine statische Körperhaltung, die durch Sanftheit und Geschmei­dig­keit stabil und durch einen ununterbrochenen natürlichen Geist leicht ist, bringt im Bewusstsein die Stille des Körpers, die Freiheit im Atem und die Klarheit des Geistes hervor.

YOGA-SUTREN

als differenzierte Komposition zur erlösenden Erkenntnis
der innewohnenden Essenz.

Im Yoga ist Praxis abhyāsa und Loslassen vairāgyā eine notwendige Grundlage, die Aktivität des Geistes und dessen verschiedene Ebenen mittels āsana, prāṇāyāma, dhāraṇā durch eine im Innersten eingerichtete Aufmerksamkeit zu ergründen, zu erkennen und zu beeinflussen. Darüber hinaus hat Yoga auch eine Botschaft für den spirituell suchenden Menschen, indem der ursächlich tiefer liegende Lebensgrund im alltäglichen Leben mittels der DREI inneren Bestandteile dhāraṇā - dhyāna -samādhi als ein Begriff samyama erforscht wird. (samyama zeigt die allmähliche Intensität der Konzentration in diesen drei aufeinanderfolgenden Phasen unter Beibehaltung des gleichen Objekts.)

Die verschiedenen Stufen des YOGA sind nicht vollständig voneinander getrennt.
Sie bilden zusammen ein YOGA.

Feste Bestandteile der Komposition sind grundlegend yama | niyamā (soziale Integrität | Wahrhaftigkeit in Hingabe für das höhere Potential in uns), weiterhin āsana (statische mühelose HERZ-Vernunft -Körperhaltung), prāṇāyāma (Beeinflussung des Atems um sich für das Potential von dhāraṇā zu befähigen), pratyāhāra (emotionale Reinigung - kognitive Abkehr von den Objekten der Gefühle und Begierden, die in der Außenwelt existieren), dhāraṇā (dass vor dem Bewusstsein in der Praxis ein einziges einfaches Objekt vorhanden ist, wobei der Verstand das Objekt von dhāraṇā nicht entgleiten lassen sollte und lenkt daher den Verstand zu nirodha). Alle Bestandteile bilden durch die Beherrschung des Gemüts in ihrer Essenz eine Stabilität des sich im Ruhezustand (nirodha) befindenden Geistes. Erforderlich ist, dass die Praxis (abhyāsa) mit HERZ- und Verstand zusammen durch innerlich gelöste aufmerksame Achtsamkeit (vairāgyā) über einen langen Zeitraum ununterbrochen bewusst ausgeführt wird. Darüber hinaus ist das eigene studieren der Yoga-Schriften nützlich und gleichzeitig ist es auch erforderlich in Begleitung von einem erfahrenen kompetenten Lehrer Orientierung zu finden. Genau genommen beginnt die graduell tiefergehende und die eigentliche essentielle Praxis im Yoga mit der Erfüllung der Voraussetzung von dhāraṇā, worin die Schwankungen im Gemüt des Geistes bestmöglich abgeschwächt und in samyama völlig aufgelöst sind. Yoga ist insgesamt eine Praxis des inneren Erlebens und Erkennens reflektierter Selbstergründung. „WER BIN ICH“ – diese gilt es geduldig während eines langen Zeitraumes und in kleinen Schritten, innerhalb der eigenen individuellen Möglichkeiten und Begrenzungen, die sich in jedem Individuum ereignen kann, bis zur erlösenden Erkenntnis aufrecht zu erhalten. „SEHEN WAS IST“ – ein in den Frieden eingegangenes Geist, weist auf den absoluten Gegensatz hin im Unterschied zur scheinbaren Wahrnehmung durch Gedanken, die sich auf Erscheinungsweisen des Gedachten Gründen.

Hilfreich zur Selbsterforschung ist die Sehnsucht für eine vollständige Unterscheidung von Beispielsweise Subjekt und Objekt, Seher und gesehenes, Wissender und gewusstes. Diese Gegensätze gilt es sowohl logisch, analytisch als auch intuitiv als absolut verschieden voneinander zu erkennen (viveka khyāti). Dies darf daher nicht nur als ein vorübergehender mentaler Prozess verstanden werden. Durch deutliche, unbeeinträchtigte unterscheidende Erkenntnis (viveka khyāti) reinigt sich das erinnerte Gefühls-, Gedankengut und die damit einhergehende undifferenzierte kognitiv-emotionale scheinbare Verbindung von Subjekt und Objekt, was als saṁyoga bezeichnet wird. saṁyoga ist die Ursache von avidyā (kollektiv große tiefverwurzelte SELBST-Unwissenheit: etwas, das das genaue Gegenteil des Selbst ist, um das Selbst zu sein). Während saṁyoga erlebt Mensch Unwahrheit als etwas Angenehmes und Wahrheit als das, was zu befürchten ist. Ziel von Yoga ist es zu realisieren, dass zukünftiges Leiden (avidyā) endgültig beseitigt werden kann und zur höchsten Weisheit führt. Durch viveka khyāti ist es möglich, die Ursache von avidyā durch die zuvor erwähnten praxisbezogenen acht Bestandteile zu nutzen, um das Wirkliche zu verwirklichen. Woraus folgt, dass das, was uns leiden lässt, abfällt (hāno 'pāya). Was nach wie vor bleibt ist innerer Reichtum und Schönheit über das, was man ist. Mehr ist nicht notwendig als DAS zu sein, was man ist.


Dann ruht der Sehende in seinem Selbst
Patanjali, Yoga Sutra 1.3